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Gefährlicher Einsatz – Reinigen mit Sprengstoff

Einen Kessel bei mehr als 1000 Grad Celsius reinigen – mit einer Sprengladung? Kein Problem für die Experten des HECTAS Tochterunternehmens Forster Industrie- und Kesselreinigung (IKR).

Die 14 Sprengbeauftragen sind Meister ihres Faches. Das ist auch nötig für diesen gefährlichen Job. Bestens ausgebildet führen sie ruhig und sicher ihre Arbeit aus. Sie sprengen zum Beispiel im Tagebau Findlinge, die sich in Baggerschaufeln verfangen oder bei Frost, damit auch im Winter der Tagebau reibungslos abläuft. Besonders spannend ist darüber hinaus die Reinigung von Verbrennungskesseln, wie man sie in Kohlekraftwerken, Müllverbrennungsanlagen, Zementdrehrohröfen und Gießereiformen findet.

Sprengungen bei bis zu 1300 Grad Celsius

In den Verbrennungskesseln entstehen Verschlackungen, die regelmäßig durch die Sprengexperten entfernt werden müssen. Und das im laufenden Betrieb, damit Produktionsausfälle vermieden werden. Bis zu 1300 Grad Celsius können die Kessel dabei heiß sein. Eine schweißtreibende Arbeit, die unter strengsten Sicherheitsmaßnahmen vorgenommen wird. Chris Jaschan, Fachbereichsleiter für die Kesselreinigung, erklärt, wie die Sprengladung an Ort und Stelle gebracht wird. „Je nach Bedarf präparieren wir einen gelantinösen Sprengstoff. Die Ladung wird auf eine Lanze geschraubt, die wir dann im Kessel positionieren. Wasser kühlt dabei die Lanze von innen, damit der Sprengsatz nicht vorzeitig explodiert.“

Ist die Ladung in der richtigen Position, erfolgt die Sprengung. Eine massive Druckwelle entsteht. Sie löst die Schlacke. Die zerkleinerte Schlacke, das sogenannte Haufwerk, fällt anschließend wieder durch den Trichter des Kessels und wird entsorgt.

Auf die Dosierung kommt es an

Das mehr nicht immer besser heißt, gilt besonders auch bei Sprengstoff: Die HECTAS Experten verwenden immer nur so viel wie nötig, damit Einbauten aus Beton und Rohrleitungen, die im Kessel sind, nicht beschädigt werden.

 

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